ABSCHAFUNG OBLIGATORISCHE HUNDEKURSE NEIN
Kantonale Volksabstimmung vom 10. Februar 2019
Änderung Hundegesetz

NEIN zur Abschaffung der obligatorischen Hundekurse

Der Kantonsrat hat beschlossen das Obligatorium für Hundekurse vollständig abzuschaffen. Im neuen Hundegesetz würde für die 60'000 Hunde im Kanton Zürich, unabhängig von ihrer Grösse oder Rasse, keinerlei Ausbildungspflicht mehr bestehen. Dies lehnen wir ab.

Sicherheit durch Prävention

Seit der Einführung der obligatorischen Hundekurse ist nicht nur die Zahl der Bissverletzungen zurückgegangen, sondern auch die Schwere dieser Verletzungen. Damit ist das Vertrauen der Gesellschaft gegenüber dem Zusammenleben mit Hunden deutlich gestiegen. 92 Prozent der befragten Zürcher*innen bewerten das Hundekursobligatorium als „gut“, 53 Prozent sogar als „sehr gut“.

Wahrung des Volkwillens

Vor gerade einmal zehn Jahren stimmten rund 80 Prozent der Stimmberechtigten dem heute gültigen Hundegesetz und den damit verbundenen obligatorischen Hundekurse zu. Diese Kurse haben sich mehr als bewährt. Dass der Kantonsrat gegen den Willen des Regierungsrates dieses Gesetz nach so kurzer Zeit schon wieder abschaffen will, widerspricht nicht nur der klaren Meinung vieler Expert*innen, sondern vorallem dem Volkswillen.

Schutz des Tierwohls

Wer einen Hund erwirbt, sollte auch zukünftig zwingend über Grundkenntnisse in der Hundehaltung verfügen und sich zum Wohl des Tieres das Wissen für eine artgerechte Haltung aneignen. Der Zürcher Hundeverband, der Zürcher Tierschutz, die Gesellschaft Zürcher Tierärzte, die Stiftung für das Tier im Recht und die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (Sektion Zürich) sprechen sich deswegen auch klar für eine Beibehaltung dieser Kurse aus.

Zusammenleben

Gerade in dicht besiedelten urbanen Gebieten, in denen der Raum eng und die Hektik hoch ist, birgt das Zusammenleben zwischen Hunden und Menschen oft grosses Konfliktpotential. Im Jahr 2016 kam es dabei im Kanton Zürich zu 703 Vorfällen zwischen den beiden. Hinzu kommen 531 Vorfälle, die zwischen Hunden und ihren Artgenossen passieren. Diese Zahlen sprechen eher für mehr als für weniger Ausbildung für Hundehalter*innen.

REGIERUNGSRAT LEHNT DIE VORLAGE AB

Der Regierungsrat möchte an der kantonalen Ausbildungsverpflichtung festhalten

Erklär-Video zur Abstimmung des Regierungsrates

«Dank der Ausbildungspflicht sank die Zahl der schweren Beissvorfälle»
Die Hundekurse haben sich bewährt und steigern die Sicherheit der Bevölkerung.
Rafael Steiner, Kantonsrat SP
Kurse fördern angstfreies Zusammenleben, den Tierschutz und gegenseitigen Respekt.
Isabel Bartal, Kantonsrätin SP
Die Hundekurse vermitteln der Halterin oder dem Halter die Grundkenntnisse im Umgang mit ihrem Haustier.
Barbara Guenthard, Kantonsrätin EVP
Die Hundekurse helfen, Gefahren durch Hunde zu vermindern. Deshalb sage ich nein zur Abschaffung der Hundekurse im neuen Hundegesetz.
Simon Schlauri, Kantonsrat GLP
Kurse vermitteln die Grundlagen einer tiergerechten Haltung, fördern eine gewaltfreie Erziehung und helfen, den Hund besser zu verstehen und an seine Umwelt zu gewöhnen.
Nadja Brodmann, Co-Geschäftsleiterin Zürcher Tierschutz
Immer wieder sind Leute mit dem Verhalten ihrer Hunde überfordert und geben sie deswegen im Tierheim ab. Ohne Kurse müssen wir davon ausgehen, dass diese Fälle zunehmen.
Geschäfts- und Tierheimleiter Zürcher Tierschutz
Gut informierte Hundehalter sind bessere Hundehalter. Deshalb stärken die obligatorischen Ausbildungskurse den Tierschutz.
Christine Künzli, Stiftung für das Tier im Recht
Wer einen Hund halten möchte, sollte auch gewillt sein, sich aus- und weiterzubilden. Der zhv ist für die Beibehaltung der oblig. Kurse.
Heinrich Brunner, Präsident Zürcher Hundeverband

Komitee «Nein zum neuen Hundegesetz»